Über mich
Werdegang, Ausbildung und die Haltung, die ich in die Arbeit mitbringe.
Mein Weg zur Sexologie
Ich komme ursprünglich aus der Informatik. Nach meinem Studium an der ETH Zürich und mehreren Jahren in der Softwareentwicklung habe ich mich bewusst neu orientiert. Auch persönliche Veränderungen, wie die Geburt meiner Kinder, haben diesen Prozess mitgeprägt.
Sexualität, Körper und Beziehung haben mich schon lange fasziniert. Ich habe mich immer gerne mit anderen darüber ausgetauscht und erlebt, wie vielschichtig und individuell diese Themen sind.
Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass mich die Informatik langfristig nicht erfüllt. Ich wollte mit Menschen arbeiten und mich mit Themen beschäftigen, die näher am Erleben sind.
Analytisches Denken, Präzision und Struktur begleiten mich weiterhin. Heute zusammen mit echter Neugier für die Menschen, die zu mir kommen, und einer Arbeit, die den Körper, das Erleben und zwischenmenschliche Prozesse einbezieht.
Mein Masterstudium am ISP Zürich und der Hochschule Merseburg ist weit fortgeschritten. Sechs von sieben Semestern sind abgeschlossen, alle Lehrveranstaltungen absolviert. Noch ausstehend ist die Masterarbeit.
Meine eigene Erfahrung
Ich kenne den therapeutischen Prozess auch aus eigener Erfahrung. Ich habe selbst 12 Stunden Sexualtherapie und 10 Stunden Paartherapie in Anspruch genommen, sowie über 40 Stunden körperorientierte Selbsterfahrung absolviert, darunter Atemtherapie, Feldenkrais und Somatic Experiencing. Diese Erfahrungen prägen meine Haltung. Ich weiss, wie viel Mut es braucht, sich zu öffnen, und wie wirkungsvoll therapeutische Begleitung sein kann, wenn sie stimmt.
Ich befinde mich in laufender Supervision und Intervision, um die Qualität meiner Arbeit kontinuierlich zu reflektieren und zu sichern.
Ausbildung & Qualifikationen
Studium
- MA Sexologie — ISP Zürich & Hochschule Merseburg, seit März 2023 (laufend, Masterarbeit ausstehend)
- BSc & MSc Informatik — ETH Zürich, 2007–2014
Weiterbildungen
Paartherapie
- EFT Externship — Basistraining Emotionsfokussierte Paartherapie (ICEEFT-anerkannt) — Ben Kneubühler, März 2026
- EFT Fundamentals — Ben Kneubühler, Februar 2026
- Systemische Sexual- und Paartherapie — Prof. Dr. Ulrich Clement, lifelessons, 2024
Körperorientierte Methoden
- Klinische Sexologie & Sexocorporel — Dr. med. Karoline Bischof, lifelessons, 2024
- Embodiment in Therapie und Beratung — Dr. Maja Storch, lifelessons, 2025
- Introduction to Wheel of Consent — Betty Martin, Online, August 2024
Systemische Therapie
- Systemische Sexual- und Paartherapie — Prof. Dr. Ulrich Clement, lifelessons, 2024
- Vom Problem zum Lösungsansatz — Prof. Dr. Ulrich Clement, lifelessons, 2025
BDSM, Kink & alternative Sexualität
- BDSM & Fetisch in der (Sexual)Therapie – Vertiefung — Carina Pflumm, Februar 2026
- BDSM in der (Sexual)Therapie – Einstieg — Carina Pflumm, Oktober 2025
- Alternative Vorlieben: Potential und Risiko — Online-Reihe (8 Teile): Fetisch, Findom, Demütigung, Cuckold, Keuschhaltung, Feminisierung, Rape Play, 24/7 — Carina Pflumm, 2025
- BDSM in der Therapie — Online-Reihe (4 von 5 Teilen) — Carina Pflumm, Dez. 2024–Apr. 2025
Diversität & Inklusion
- Beziehungen – mal anders: Offene, polyamore und queere Beziehungen — Dr. Ursina Donatsch, IÖST Zürich, September 2025
- Amourös — Sexualität und Beziehung bei Menschen mit Behinderung (9-teilige Online-Serie: Der Körper, Die Lust, Der Flirt, Die Liebe, Der Sex, Die Anderen, Der Wunsch, Der Nachwuchs, Der Abschied) — Procap Bern, 2024
Trauma
- Spuren der Gewalt – Sexuelle Traumafolgen — Dr. med. Melanie Büttner, igst, Juni 2025
Fachtagungen
- iSi-Kongress «Der sexuelle Körper» — Institut Sexocorporel International, Bern, Mai 2026
16. internationaler Sexocorporel-Fachkongress zur bewussten Integration der körperlichen Dimension in Sexualtherapie und Beratung — mit Beiträgen zu Körperbewusstsein, Berührung, Konsens, sexueller Identität sowie KI-Beziehungen und ihrem Einfluss auf Intimität, Beziehung und Sexualität. - Fachtagung «Neurodivergenz und Geschlechtsidentität im Kindes- und Jugendalter» — visoparents, Zürich, März 2026
Fachtagung für Eltern und Fachpersonen zum Zusammenhang zwischen Neurodivergenz (Autismus, ADHS u. a.) und Geschlechtsidentität — mit Fokus auf einfühlsame Begleitung und unterstützende Haltungen. - Tagung Sexuelle Gesundheit: herzfroh 2.0 — HSLU Soziale Arbeit, Luzern, Juni 2024
Internationale Fachtagung zu sexueller Gesundheitsbildung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung — mit Fokus auf Menschenrechte, überarbeiteten Bildungsmaterialien zu Liebe, Körper und Sexualität sowie rechtlichen Rahmenbedingungen. - iSi-Fachtagung «Über den Tellerrand geschaut» — ZISS, Zürich, Februar 2024
Sexocorporel-Fachtagung zu Trauma und Sexualität: Themen waren körpertherapeutische Ansätze nach Trauma, der Zusammenhang zwischen früher Traumatisierung und sexuellem Erleben sowie aktuelle Forschung zu sexuellem Erregungserleben.
Mitgliedschaften
- Sexolog:in FSS – Master of Arts in Sexologie i. A. — Fachverband Sexologie Schweiz (FSS)
- faseg — Fachverband sexuelle Gesundheit in Beratung und Bildung
Meine Haltung
Sexualität gehört zum menschlichen Erleben, auch in Formen, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen. In meiner Praxis ist Raum für alle Facetten von Sexualität und Beziehung. Ich begegne Menschen ohne Bewertung und mit echter Neugier für ihr Erleben.
Jede Person bringt ihre eigene Geschichte, ihren Körper und ihre Erfahrungen mit. Meine Aufgabe ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem das Platz hat. Veränderung ist möglich, aber nicht als Zielvorgabe, sondern dort, wo sie sich stimmig anfühlt.
Ich arbeite mit Menschen unterschiedlicher Geschlechter, Orientierungen und Beziehungsformen, ebenso mit Menschen aus der BDSM- und Kink-Community. Diese Themen sind Teil meiner fachlichen Vertiefung.
Mehr dazu auf der Seite Arbeitsweise.
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